Planungstools für Verbundkraftwerke

Die Planung für ein Verbundkraftwerk stellt neue Anforderungen an Planer und Planwerkzeuge. Dafür wird ein spezielles Expertenwerkzeug entwickelt. Denn der Netzeinspeisepunkt eines bestehenden PV- oder Windparks wird um PV-Freiflächen, Windpark, BHKW, gespeist aus potenziellen Biogasanlagen, sowie Batteriespeicher erweitert. Das muss richtig dimensioniert und aufeinander abgestimmt werden, um ein netzdienliches Verhalten sowie eine effiziente Netzauslastung zu erreichen. Der Kern dabei ist, dass der bestehende Netzeinspeisepunkt – der für den Windpark ausgelegt wurde – infrastrukturell nicht erweitert, sondern effizienter genutzt wird.

Bei der Planungsaufgabe kommt des Weiteren die Integration von Eigenverbrauch hinzu, also vor allem der elektrischen Verbraucher in der landwirtschaftlichen Nutzung sowie weitere sektorkoppelnde Module für Power-to-Heat und Power-to-Gas. Das wiederum bildet eine Voraussetzung für die Auslegung des Verbundkraftwerkes. Als Expertensystem muss es auch die Grundlage für ein Ertragsgutachten bilden, das die Fragen der Refinanzierung eines Verbundkraftwerkes beantwortet.

Die Anforderungen an die technologie- und sektorübergreifende Dimensionierung aller Komponenten entsprechend den internen und externen Anforderungen sind neu und unterscheiden sich deutlich von den Werkzeugen, mit denen Stand-alone-Anlagen geplant und realisiert werden. Sektorenkoppelung ist grundsätzlich eine neue Anforderung an ein Planungswerkzeug, das so noch nicht angegangen wurde. Das zu entwickelnde Werkzeug für Verbundkraftwerke muss offen für Marktanforderungen sein, die sich ändern können.

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