Landwirtschaft im PV-Park

Bündnis von Ökologie und Energieerzeugung

PV und Photosysthese im Verbund

Die Konzeption des Verbundkraftwerkes bietet neue Möglichkeiten einer Doppelnutzung auf den vorhandenen Flächen. Windparks und Ackerbau arbeiten längst in einer Symbiose, bei Photovoltaik war dies bislang nicht möglich. Studien haben gezeigt, dass bei EE-Verbundlösungen eine Ertragsoptimierung des PV-Anlagenteils und damit eine intensive Flächennutzung wie bei bisherigen singulären Anlagen nicht erforderlich ist. Größere Abstände zwischen den Modulreihen lassen eine landwirtschaftliche oder gartenbauliche Nutzung zu, die sich deutlich von den Monokulturen der Agrarindustrie unterscheidet. Der Verbund von Photovoltaik und Photosynthese schafft Raum, die PV-Freifläche neu zu denken.

Doppelnutzung der Flächen

Über eine veränderte Struktur der Photovoltaik-Flächen ist eine Bewirtschaftung der Solarparks möglich, mit der eine Zusammenführung von Naturschutz, nachhaltiger Landwirtschaft und Energiewende realisiert werden kann. Unter dem Gesichtspunkt der Ökologie wäre es ein Baustein für Flächenerhalt statt Flächenverlust. Die nachhaltige Flächenbewirtschaftung im Solarpark würde der regionalen Versorgung ebenso dienen wie die Biodiversität stärken. Die Vision einer auf den Erhalt der Böden ausgerichtete Flächennutzung umfasst neben einer möglichen Doppelnutzung aber auch die Chance, überstrapazierte Landwirtschaftsflächen für einen definierte Zeitrahmen vom Anbau frei zu halten.

 

Fruchtauswahl und Anbaumethoden

Um einen ertragreichen Anbau innerhalb eines PV-Parks entwickeln zu können, gilt es eine Fruchtauswahl zu treffen, die wirtschaftlich ertragreich und stabil ist. Sie muss sich nicht zwangsläufig an den Erträgen der konventionellen Landwirtschaft orientieren, im Verbund, also Pachteinnahmen und landwirtschaftlicher Ertrag addiert, muss sie aber konkurrenzfähig sein. Nachhaltige Anbaukonzepte können sich nicht in der Auswahl einiger Sonderkulturen erschöpfen. Für das Netzwerk gilt es, die Breite der Anbaumöglichkeiten zu ermitteln und deren technische wie wirtschaftliche Anbaubedingungen zu überprüfen. Dies umfasst die technischen und wirtschaftlichen Bedingungen von der Aussaat bis zur Ernte.

 

E-Mobility in der Landwirtschaft

Dazu gehört eine weiterentwickelte Agrartechnik, die neben der elektrischen Traktion auch elektrische Anbaugeräte einsetzt. Dass hierbei die selbsterzeugte Energie eines Verbundkraftwerkes nutzen soll, gehört zu den sektorübergreifenden Ideen der Netzwerkpartner. Im erweiterten Sinn leistet das Projekt einen Beitrag zur E-Mobility auch in der Landwirtschaft.

 

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